Hintergrund

06. Oktober 2020

Backup mit Tapes

Tape erlebt als Massenspeicher eine unerwartete Wiederbelebung. Grund dafür ist das Thema Ransomware, bei welchem ein Begriff besonders in den Mittelpunkt rückt: Air Gap. Ist Air Gap im Backup nur mit Tapes erreichbar? Wir machen den #Faktencheck.

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#1: „Tapes sind langlebig und sicher“

Tapes sind physisch robust und haben einen breiten Einsatzbereich. Das ist auch wichtig, da sie als reines Offline-Medium herausnehmbar und transportabel sein müssen. Jedoch sind sie zunehmend anfällig für Verschmutzung und andere physische Schäden.

Eine langfristige Lagerung ist laut Fujifilm1 nur bei Einhaltung genauer Konditionen denkbar, nämlich 18°C (+/- 2°C) und 20-50% relative Feuchte (+/- 5%). Zudem müssen sie um Verschmutzung auszuschließen in speziellen Boxen transportiert und aufbewahrt, sowie regelmäßig gereinigt werden.


Auch die integrierte Datensicherung, die HDD- und Flash-basierten Speichersysteme typischerweise über Redundanzkodierung (RAID oder Erasure Coding) erreichen, ist eine wichtige Komponente für den Schutz gegen Datenausfall. Dies fehlt Tapes als linearem Medium komplett, weswegen die Absicherung gegen Defekte über zeitraubende und Kosten verursachende Kopien erfolgen muss.

Ein Backup ist nur so sicher wie der erfolgreichste Restore. Das Storage Magazin berichtet, dass rund ein Drittel der Befragten angaben, die Unzuverlässigkeit von Tape wäre oft oder manchmal ein signifikantes Problem2. Tapes sind nur bei seltenem und sachgemäßem Gebrauch einigermaßen zuverlässig. Auch die großen Datenmengen, die inzwischen auf ein einzelnes Band passen, verstärken das Problem, da eine immense Datenmenge bei Unbrauchbarkeit des Tapes betroffen ist.

Check? Tapes bieten zwar eine direkt nach dem Schreiben erfolgende Problemerkennung, jedoch keine integrierte Sicherheit. Redundanz ist nur durch aufwändige und Kosten verursachenden Kopien möglich. Tapes sind nur bei minimalem Gebrauch und zusammenhängendem Lesen großer Datenmengen zuverlässig. Langfristiger Betrieb über zehn und mehr Jahre erfordert häufige Migration auf neue Generationen und entsprechend lange Wartungsverträge für die Infrastruktur.

Gegencheck! Speichersysteme für Backup, die auf Festplatten (oder Flash) basieren, bieten mit Redundanzkodierung und weiteren Schutzmaßnahmen höhere Sicherheit, ohne die Flexibilität durch Random Access Zugriff zu verlieren. Die so erhöhte Sicherheit schützt solche Systeme auch über Jahre davor, Daten zu verlieren. Die mechanische Komponente ist sehr gering. Im Silent Brick System sor-
gen Erasure Coding mit linearem Dateisystem (das dennoch Random Access beim Lesen bietet) und Continuous Snapshots zusätzlich für Sicherheit ge-
gen Manipulation oder Löschen, z.B durch Ransomware. Die Silent Brick Speichermedien sind robust und gegen Umwelteinflüsse gut geschützt. Wartungsverträge über 10 und mehr Jahre bei gleichbleibenden Kosten werden angeboten.

Den Rest des Faktenchecks gibt es nach Download unter https://hallo.fast-lta.de/faktencheck-backup-und-air-gap-mit-tape

Quellen:
https://tapepower.fujifilmrmd.com/Shared/PDF/knowledgebase/LTO_Tech%20%26%20C%26H_2015.pdf
Quelle: Storage Magazine (storagemagazine.techtarget.com) - Artikel nicht mehr verfügbar

Themen: Backup, Datensicherung, Silent Bricks

Autor: Emily Nistler | Marketing bei FAST LTA

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